Aktuelles vom Swim Team

CDU-Kreistagsfraktion zu Gast im Dieburger Trainingsbad

Mitglieder der CDU-Kreistagsfraktion und des Dieburger CDU-Stadtverbandes (oben sitzend) vor den Neubauplänen des WSV-Trainingsbades, WSV-Vertreter (unten stehend)

CDU-Kreistagsfraktion zu Gast im Dieburger Trainingsbad

DIEBURG 18.07.2017 (ac) – Mitglieder der CDU-Kreistagsfraktion Darmstadt-Dieburg informierten sich im Dieburger WSV-Trainingsbad zusammen mit örtlichen CDU-Vertretern über die aktuelle Situation des Schulschwimmens, speziell im Ostteil des Landkreises. 

Das Engagement der Dieburger Schwimmsportvereine, insbesondere des damaligen SV Blau-Gelb Dieburg und der DLRG Dieburg/Babenhausen hatte eine Übernahme des ehemaligen Hallenbades der Fachhochschule der Telekomermöglicht, nachdem die Stadt Dieburg einen Ankauf ablehnte. Seitdem ist durch ehrenamtliche Arbeit vieler Vereinsmitglieder ein voll ausgelastetes Trainingsbad entstanden, wie WSV-Vorsitzender Klaus Schulte in seinen Einführungsworten darstellte.

Mit einem ausgeglichenen Jahresetat von ca. 150.000 €, davon 15.000 € Zuschuss der Stadt Dieburg, kann der gemeinnützig geführte Verein zuversichtlich bis voraussichtlich Ende 2019 wirtschaften, falls nicht einschneidende Reparaturen erforderlich werden sollten. Die Belegung des Bades ist mit 80 Stunden je Woche nahezu ausgelastet.

Von diesen 80 Wochenstunden belegen 14 Schulen des Landkreises 18,25 h, weitere 4 Schulen kommen hinzu. Ansonsten sind es Vereine und Schwimmschulen, die den Wochenplan füllen.

Schulte erläuterte auch das Problem, wenn Dieburg ab 2020 keinen adäquaten Ausbildungsbetrieb mehr leisten könne: Schwimmunterricht in Freibädern wird zumindest für die Grundschulkinder von den Erziehern und Ausbildern als nicht optimal angesehen. Im Ostkreis sind die beiden Hallenbäder Groß-Zimmern und Münster ausgelastet und nicht weiter aufnahmefähig, es sei denn zu Lasten des öffentlichen Badebetriebes. In diesem Zusammenhang wurde auch darauf hingewiesen, dass ein Betrieb des jetzigen Trainingsbades aus Sicht des WSV über 2019 hinaus nicht möglich ist.

Der WSV-Sportbetrieb würde weitestgehend eingeschränkt mit starkem Mitgliederverlust, prognostiziert Schulte. Auch die DLRG sieht sich am Rande der Existenz, wenn keine Aus- und Fortbildung der eigenen Leute mehr stattfinden kann. Diese Organisationen ermöglichen aber auch die Qualifizierung von Lehrern und Erziehern, die die Rettungsschwimmbefähigung nachweisen müssen, wenn sie mit den Kindern schwimmen gehen oder Freizeiten mit Schwimmgelegenheiten machen wollen.

Für die CDU-Fraktion bedankte sich Fraktionsvorsitzender Lutz Köhler für die umfangreiche WSV-Dokumentation und Beschreibung der Lage rund um den Schulschwimmsport. Die Notwendigkeit der Aufrechterhaltung eines Trainingsangebotes im Ostkreis ist augenscheinlich, wie auch die Nachfragen im Kreistag ergeben haben. Der Schwimmunterricht an Grundschulen ist eine Pflichtaufgabe, der Landkreis müsse für Ausbildungsgelegenheiten sorgen. Zurzeit wird auf eine Antwort des Schuldezernenten gewartet, wie die geforderte Unterrichtsabdeckung zukünftig gewährleistet werde. Der nächste Schritt, eine eigene Schulschwimmeinrichtung zu fordern, behält sich die CDU-Fraktion vor. Die Kosten- und Gleichbehandlungsfrage im Ost- und Westkreis – wobei die Kreisgemeinden des Vorderen Odenwald noch gänzlich abgehängt scheinen – wird von Landrat und Erstem Kreisbeigeordnetem immer als Gegenargument für die Zusammenarbeit mit dem WSV angebracht.

Allgemein bedauert wurde in der Diskussion, dass die vom WSV-Planer 2012 vorgestellte Neubaulösung am Dieburger Freibad bisher nur wenig erkennbare Fortschritte gemacht hat, die Parlamente in Stadt und Kreis weisen aufeinander und schließlich beide auf den WSV, der – falls er als Betreiber wieder zur Verfügung stehen sollte – die finanziellen und rechtlichen Auswirkungen regeln muss.

Bild und Text: Albrecht Achilles

 

Zurück